
Insel des ewigen Frühlings
Das Madeira-Archipel mit seinen Inseln Madeira, Porto Santo, Desertas und Selvagens liegt mitten im Atlantik. Obwohl Madeira etwa 1000 km von Lissabon entfernt ist, gehört es zum Staatsgebiet Portugals.
Während die Inseln Desertas und Selvagens unbewohnt sind, leben von den ca. 260000 Madeirensern etwa die Hälfte in der Hauptstadt Funchal der Hauptinsel Madeira. Da Madeira keine Sandstrände aufweisen kann, ist Porto Santo das Badeparadies mit einem ca. 9 km langen Sandstrand.
Besiedelt wurde Madeira bereits im Jahr 1420. Durch das, das ganze Jahr hindurch milde Klima und die Fruchtbarkeit der Böden, konnte eine ertragreiche Agrarwirtschaft aufgebaut werden, deren Produkte auch auf das portugisische Festland exportiert werden konnten.
Speziell der Zuckerrohranbau und der Weinanbau machten Madeira berühmt. Funchal, das bereits zu Anfang des 15. Jhd gegründet wurde erhielt den Beinamen "Stadt des Zuckers". Auch heute noch sind einige Überreste aus der damaligen Zeit erhalten.
Später wurden exotische Pflanzen aus allen Ländern der Erde eingeführt, die auch heute noch das Gesicht der Landschaft prägen.
Man muß sich Madeira als ein Gebirgsmassiv vorstellen, das aus der Tiefe des Atlantiks kommend, sich über Wasser fortsetzt. Da Madeira dicht bewachsen ist (ob Wälder, Bananenplantagen, Blumenfelder etc.), ist Madeira eine Insel für Naturliebhaber. Wanderer finden entlang der Bewässerungsgräben (Levadas) hochalpine und denoch ebene Wanderwege, bei denen sich auf der einen Seite die Berge steil in den Himmel erstecken und auf der anderen Seite des Weges steil in die Tiefe stürzen.
Mit 1861 Meter ist der Pico Ruivo der höchste Berg Madeiras, der im Winter auch schon mal eine Schneekappe besitzen kann. Von dort führt ein hochalpiner Weg auf den 1811 Meter hohen Pico do Arieiro. Wer Madeira besucht, sollte sich auf jeden Fall neben dem Tauchen ein paar Tage Zeit nehmen, die Schönheiten Madeiras über Wasser anzuschauen.
Madeira ist touristisch (noch) nicht so erschlossen, wie die etwas weiter südöstlich gelegenen kanarischen Inseln. Demzufolge ist auch der Andrang von Tauchern nicht allzu groß.
Die einzige, im Bereich des UW-Naturschutzgebiets liegende Tauchbasis, ist das Manta Diving Center in Canico (Hotel Galomar) unter der Leitung von Stefan Maier. Neben Ausfahrten mit dem neuen Aluminium-Außenborder können Tauchgänge direkt am Hausriff gemacht werden. Drei verschiedene Einstiege führen zu 4 Tauchgründen, die während der Öffnungszeiten der Tauchbasis jederzeit betaucht werden können. Auf Wunsch werden auch begleitete Tauchgänge durchgeführt.
Die Unterwasserwelt ist so einzigartig, wie die Insel selbst. Atlantiktypisch findet sich auf den kahlen Felsen kaum Bewuchs, jedoch herrscht ein großer Fischreichtum. Ob kleine Fischchen und sonstiges Krabbelgetier oder große Zackenbarsche, ob Stachelrochen oder Manta - es ist viel zu sehen.
Die Sichtweiten betragen im Sommer teilweise bis zu 40 Meter und selbst im Winter sind Sichtweiten von 20 Metern und mehr keine Seltenheit. Wer schwarze Korallen sehen möchte muß nur auf Bootstour mit Stefan gehen - in Machico sind sie zu finden.