Bereits seit einiger Zeit bietet der Fotohandel Einwegkameras an - einfache Lochkameras mit integriertem Film. Nach der Belichtung gibt man die komplette Kamera zurück erhält dafür seine Papierbilder und Negative. Dieses System für den Unterwassereinsatz gibt es von mehreren Firmen, wie z.B. Fuji, Kodak und Agfa.
Nach Angaben der Hersteller sind die Kameras bis 5 Meter wasserdicht und eignen sich daher in erster Linie für Schnorchler während der Urlaubszeit. Als minimaler Motivabstand wird 1 Meter angegeben. Ein Blitzlicht besitzt solch ein Teil auch nicht, so daß der Motivabstand auch nicht viel mehr als 1 Meter betragen sollte. Bei klarem Wasser sollten so auf 5 Meter Tiefe noch farbstimmige und richtig belichtete Bilder entstehen. Soweit zur Theorie.
Getestet habe ich das Fuji-Modell am Roten Meer, indem ich es bei einem Tauchgang auf 25 Meter Wassertiefe dabei hatte. Diese Tiefe hat das Gehäuse überstanden. Ein anderes Modell ist allerdings bei 35 Meter Wassertiefe "abgesoffen".
Fotografiert hatte ich dann im Flachwasserbereich in etwa 4 - 6 Meter Tiefe. Wenn man seine unhandliche UW-Ausrüstung gewohnt ist, macht es mit diesem kleinen Teil richtig Spaß ohne viel denken zu müssen einfach abzudrücken und das Motiv auf Film zu bannen. Angesichts des fehlenden Zusatzlichtes ist es schon erstaunlich, wie gut die Bilder geworden sind.
Eine Alternative zu einer "richtigen" Unterwasserkamera stellen diese Filmkameras nicht dar, zumal sie relativ teuer sind.
