Zwischenzeitlich gibt es die USB 2.0 Schnittstelle, mit der bereits die meisten Scanner ausgerüstet sind und die noch höhere Datenübertragungsraten verspricht als Firewire. Sanner mit Firewireanschluß sind eher selten, so daß wohl davon ausgegangen werden muß, daß sich dieser Anschluß, zumindest was Scanner anbelangt, nicht als Standarschnittstelle durchsetzen wird.

Flachbettscanner

Flachbettscanner

Bereits ab 50 € erhältlich, liefern diese Scanner ordentliche Ergebnisse für den gelegentlichen Gebrauch. Bei einem Scanner in der 250 Euro-Klasse erhält man Geräte, die durchaus brauchbare Ergebnisse bis hin zu einer Auflösung von 2400 lpi oder mehr liefern. Die zum Lieferumfang gehörende Software gleicht oftmals bereits den Kaufpreis auf, so dass man sagen könnte, der Scanner wird als Zugabe zur Software mitgeliefert. Augen auf beim Kauf. So wird gelegentlich auch einmal ein Scanner mit der Vollversion von ADOBES Photoshop zu einem Preis von etwa 1300 Euro im Bundle verkauft, wobei die Software oftmals schon teurer verkauft wird.

Ein Ausstattungsmerkmal, das manche Scanner bereits enthalten, bzw. das optional erhältlich ist, ist ein Durchlichtauf- oder -einsatz, mit dem es möglich wird DIAs auch auf einem Flachbettscanner zu digitalisieren. Hier sollte der Scanner aber in diesem Scanbereich mindestens eine Auflösung von 2400 lpi ermöglichen.

Neben der möglichen Auflösung, ist die Farbtiefe sowie die maximal erreichbare Bilddichte ein weiteres Qualitäts- und Preiskriterium. Die Farbtiefe gibt an, wie fein abgestimmt der Scan erfolgen kann. Ein Gerät mit einer Farbtiefe von 48 Bit kann wesentlich mehr Details einer Scanvorlage erfassen, als ein Scanner mit nur 24 oder 36 Bit Farbtiefe. Insbesondere in den extremen Bereichen der Lichter und Schatten eines Bildes wird damit eine bessere Durchzeichnung erreicht. Die maximale Dichte gibt an, bis zu welcher maximalen Dichte noch Details eines Bildes erkannt werden können.

DIA-Scanner

DIA-Scanner

Die beste Möglichkeit qualitativ hochwertige Scans von DIAs oder Negativen zu erhalten stellen die Filmscanner dar. Wer nicht gerade im Mittelformat fotografiert, bekommt bereits zu einem Preis unter 1000 € einen Scanner, der professionellen Ansprüchen genügt.

Bei Filmscannern unterhalb von 500 € ist Vorsicht geboten, da diese Scanner die erforderlichen Auflösungen von mindestens 2400 lpi nicht schaffen.

Hinsichtlich der Auflösung, Farbtiefe und des Dichteumfangs gelten die selben Aussagen wie bereits oben bei den Flachbettscannern erwähnt. Aktuelle DIA-Scanner für den Heimanwender können Auflösungen bis 4000 lpi bei einer Farbtiefe von 48 Bit und einer max. Dichte von 3,6 erreichen.

Scansoftware

Um Bilder scannen zu können, wird noch eine Software zur Steuerung des Scans und zur Bildoptimierung während des Scanvorgangs benötigt. Jede Herstellerfirma liefert hierzu ihre eigene Software meist in Form eines TWAIN-Moduls aus, das bei Installation in das Betriebssystem integriert wird. Gerade diese TWAIN-Schnittstelle entscheidet über die softwaremäßige Qualität des Scans. Es gibt hierbei Software, die keinerlei Eingriffe in die Bildoptimierung zuläßt und nur im Automatikbetrieb funktioniert, aber auch Software, die über Histogrammfunktionen verfügt und bei der bereits beim Scanvorgang Bild- und Farbkorrekturen manuell vorgenommen werden können.

Zu einem Quasistandard hat sich die Scansoftware Lasersoft Silverfast entwickelt, die für ganz bestimmte Scannertypen hardwarenah programmiert wurde, und die die verschiedenen Möglichkeiten der einzelnen Scanner voll unterstützt. Diese Software gibt es zu Preisen zwischen 100 und 1000 € (je nach Scannertyp) für eine Vielzahl von Scannern.

Wem die Qualität von Picture- oder Photo-CD nicht ausreicht, aber den Griff zur Digitalkamera (noch) scheut, für den bietet die Zubehörindustrie, bzw. auch die großen Firmen aus der Fotobranche eine Reihe von verschiedenen Scannern an

DIA-Scanner

Durch den enormen Preisverfall der letzten Jahre, sind zunehmend Scanner als Eingabemedium für den engagierten Fotografen in Mode gekommen. Die Produktspanne ist Legion und reicht von einfachen Flachbettscannern in der Preisklasse von 50 € bis hin zu hochwertigen Filmscannern, für die einige Hundert Euro auf den Ladentisch geblättert werden müssen.

Beiden Arten von Sacnnern ist gemeinsam, dass sich der Anwender bereits vor dem eigentlichen Scan darüber im klaren sein muss, für welchen Zweck er den Scan benötigt. Sollen lediglich Bilder fürs Internet erzeugt werden, genügt eine kleine Auflösung, die zu ein paar Kilobyte großen Bildern führt. Soll ein hochwertiger Scan für einen Ausdruck auf DIN A3 angefertigt werden, muss die Auflösung sehr hoch gewählt werden, was natürlich "Megabyte-Monster-Bilder" erzeugt. Nicht allein der Speicherplatz ist dabei das Problem. Auch die Zeit für Prescan, Scan und Bildoptimierung müssen ins Kalkül gezogen werden.

Die Verbindung zwischen Scanner und PC kann auf vier Arten erfolgen:

  • Serielle Schnittstelle
  • SCSI
  • USB
  • Firewire

Serielle Schnittstelle

gerade bei billigen Scanner sehr beliebt ist der Anschluss am Druckerausgang des PC. Billig in der Anschaffung und in der Ausführung. Die Datenübertragungsrate ist sehr gering, so dass sehr lange Scanzeiten die Regel sind. Oftmals "beißen" sich auch Drucker und Scanner, so dass im besten Fall eines dieser Geräte seinen Dienst verweigert. Hier kann man nur sagen "Finger weg"

Erfreulicherweise haben die Hersteller in jüngster Zeit diese Übertragungsart nicht mehr ins nähere Kalkül gezogen. Aktuelle Scanner auch der Einsteigerklasse haben heute einen USB Anschluß.

SCSI

Eine immer noch gebräuchliche, wenn auch nicht mehr unbedingt auf neuestem Stand der Technik befindliche Schnittstelle stellt der SCSI-Bus dar. Die Datenübertragungsraten erlauben sehr schnelle Scans. Durch die Schnittstellentechnik können mehrere Geräte am gleichen Bus hängen, ohne dass es zu gegenseitigen Beeinträchtigungen kommt. Hierzu muss im Rechner ein entsprechender SCSI-Controller eingebaut werden, der für eine Verbindung zwischen Scanner und PC sorgt. Der Nachteil des SCSI-Busses ist, dass bereits beim Booten des Rechners der Scanner eingeschaltet sein muss, damit das Gerät vom Rechner erkannt werden kann. Der große Vorteil von SCSI ist die Unterstützung von vielen, auch älteren Betriebssystemen.

USB

State of Art. Die aktuelle Verbindungsmethode zwischen Peripherie-Geräten und PC. Einstöpseln, anschalten (eventuell noch Treiber installieren) und fertig. Das Ganze während des laufenden Rechnerbetriebs. "Plug and Play" machts möglich, setzt aber auch ein modernes Betriebssystem - mindestens Windows 98 SE oder 2000, sowie auch eine moderne Rechnerarchitektur (Motherboard / BIOS) voraus. Unter Windows NT oder Windows 95 gibt es keine USB-Unterstützung, ganz zu schweigen von solch zwischenzeitlich eher exotischen Betriebssystemen wie OS/2 von IBM. Das Ganze funktioniert recht stabil und größtenteils problemlos.

Firewire

Die kommende Standardschnittstelle ?

Den zur Zeit wohl größten Datendurchsatz erlaubt die IEE1394-Schnittstelle, die auch Firewire oder bei Sony I-Link genannt wird. Auch hier gilt wie bei USB: Einstöpseln, Anschalten, Fertig. Zum Einsatz kommt die Firewire-Schnittstelle, die einen eigenen Controller benötigt, zur Zeit überwiegend im Bereich der digitalen Videokameras, bzw. bei hochwertigen Digitalkameras, wie Nikons D1 bzw. Canons EOS 1D.