Ebenso ist eine TTL-Belichtungs- und Blitzsteuerung obligatorisch. Hier tun sich allerdings die Hersteller von UW-Blitzlichtgeräten schwer. Die Blitzlichtsteuerung von Digitalkameras haben sie wohl nicht "knacken" können und die Lizenzkosten für den Nachbau sind dermassen hoch, daß sich Lizenzgebühren nicht lohnen. Einige Hersteller gehen nun her und bauen ein Zwischending zwischen TTL-Blitzsteuerung und Sklavenblitzsteuerung. Dazu wird ein Sensor direkt vor dem kamerainternen Blitz angebracht, mißt das Blitzlicht aus und steuert dadurch den externen Blitz. Ein Trick, der ganz gut funktioniert mich aber etwas an meine Anfänge der UW-Fotografie erinnert, als mein Blitzlichtgerät lediglich einen externen Sensor aufwies. Bleibt abzuwarten, ob die Hersteller dieses Problem noch irgendwann lösen – bis dahin bleibt ja auch noch die Alternative des manuellen Blitzlichtbetriebs.

Entfernungsmessung

Auch hier herrscht weitgehende Übereinstimmung der beiden Lager. Autofocus mit seinen verschiedenen Spielarten gibt es in beiden Welten.

Bildaufbereitung

Die Aufbereitung und Optimierung der Bilddaten innerhalb der Kamera ist ausschließlich der digitalen Fraktion möglich. Hier stehen verschieden Funktionen wie Weißabgleich, Schärfung, Kontrast, Farbbalance u.ä. zu Verfügung. Siehe hierzu das nächste Kapitel "Digitale Spezialitäten".

In den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hielt die Elektronik Einzug in die Kameragehäuse und ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Je moderner die Kamera, desto mehr dieser (un)nützlichen Helferlein sind an Bord. Aber Hand aufs Herz, wer möchte sie denn noch missen – Autofokus, Belichtungsmesser, Image Stabilizer und Co. ?

Jede moderne Kamera bietet heute eine Vielzahl solcher Funktionen – ob analoge oder digitale Kamera.

Kamerasteuerung

Das reine Handling der Kameras unterscheidet sich eher von Hersteller zu Hersteller als von analoger zu digitaler Kamera.

Während die analogen Kameramodelle besondere Funktionen zum Filmtransport bzw. zu Rückspulfunktionen mitbringen, die die digitalen Pendants nicht benötigen, glänzen diese mit erweiterten Funktionen zur Datenübertragung, Speicherung, Kontrolle und Aufbereitung der Bilder.

In der Klasse der Consumerkameras bieten die meisten der Kameras auch noch eine Videofunktion an. Zugegeben – einen Hollywood-Film kann man damit zwar nicht drehen – aber Spaß macht's allemal und diese Filmchen können durchaus in einer Bildschirmpräsentation mit eingebaut werden.

Belichtungssteuerung

Hier herrscht weitgehende Übereinstimmung zwischen Analog und Digital.

Die bei ambitionierten Fotografen verpönten Motivprogramme gibt es in beiden Lagern. Während bei analogen Kameras eine DX-Codierung die "automatische" Einstellung der Filmempfindlichkeit anhand einer Kennung des eingelegten Films ermöglicht, können Digitalkameras hier sogar während des Betriebs die Lichtempfindlichkeit je nach Lichtsituation von Bild zu Bild variieren. Eine manuelle Einstellung der Lichtempfindlichkeit ist bei beiden Systemen möglich.