Wie die CF-Card auch, bringen beide Karten einen eigenen Controller mit, was sie recht kompatibel zu älteren Kameras macht. Im Gegensatz zu den CF-Cards liegen bei diesen Karten die Kontakte jedoch offen, was die Gefahr einer höheren Verschmutzung der empfindlichen Teile mit sich bringt. Auch wenn sie um einiges kleiner sind benötigen sie doch fast doppelt soviel Energie, wie CF-Cards.
Die hauptsächlichen Unterschiede zwischen den beiden Karten liegt zum einen in der höheren Geschwindigkeit der SD-Card (9 Kontakte gegenüber 7 bei MMC) und zum anderen an einem Speicherschutzmechanismus den die SD-Card im Vergleich zur MMC-Card mitbringt und damit auch für die größere Tiefe verantwortlich zeichnet.
Seit Ende 2006 / Anfang 2007 gibt es nun auch s.g. SDHC - Karten. Das HC bezieht sich hierbei auf höhere Kapazität (bis z.Z. 8 GB). Die Entwicklung dieser Karten ergab sich aufgrund der neuen Video-Camcorder, die nun auch direkt auf SD-Karten aufzeichnen können. Digitale Kameras müssen für die Verwendung dieses Kartentyps ausgelegt sein - ältere Kameras können sie nicht einsetzen.
Sony Memory-Stick
Der Memorystick ist ein fast proprietäres Format von Sony-Kameras. Es gibt nur wenige andere Kameras, die diesen Speichertyp verwenden, wobei selbst Sony zwischenzeitlich seinen neuesten Kameras einen zusätzlichen CF-Card-Slot spendiert.
Den Memorystick gibt es in verschiedenen Ausmaßen und mehreren Kapazitätsgrößen. Er zählt zu den langsamsten Speichermedien.
SM-Card
SM steht in diesem Zusammenhang nicht für Sado-Maso sondern für Smart Media-Card. Um heute noch Kameras mit dieser Karte zu kaufen muss man allerdings wirklich etwas masochistisch veranlagt sein.
Die Karte gehört zu den Methusalems der Szene. Ihre Ausmaße beträgt 45 x 37 x 0,76 mm. Aufgrund Ihrer "Dicke" ist sie sehr zerbrechlich und muss wie ein rohes Ei behandelt werden. Sicherlich nicht für den harten Outdooreinsatz geeignet.
Weitere Nachteile sind die offen liegenden Kontakte und der auf der Karte fehlende Controller. Somit bestimmt der in der (älteren ?) Kamera eingebaute Controller darüber bis zu welcher Kartengröße die SM-Karten eingesetzt werden können. Neuentwicklungen können so in aller Regel ohne entsprechendes Firmwareupdate der Kamera (falls ein solches überhaupt angeboten wird) nicht genutzt werden.
XD-Picture-Card
Die neueste Entwicklung auf dem Markt der Flashspeicher ist diese nur 20 x 25 x 1,7 mm große Karte, die in absehbarer Zeit die SM-Karte ablösen soll. Spezifiziert ist sie bis zu 8 GB.
Da auch diese Karte keinen eigenen Controller mitbringt, muss die Firmeware der Kamera für Karten neueren Datums und höherer Kapazität geeignet sein.
Anschaffungskosten
Nicht nur in der Größe und Verfügbarkeit unterscheiden sich die Kameras. Da in der Regel neu erworbenen Kameras lediglich kleine Speicherkarten beiliegen (16 – 32 MB), mit denen man kaum etwas anfangen kann, gehört zu den kalkulatorischen Kosten einer neuen Kamera auch der Anschaffungspreis für zumindest ein weiteres Speichermedium.
Hier ein Wort an die Kamerahersteller – falls diese überhaupt diese Seiten lesen:
Bitte liebe Hersteller, lasst diese unnötigen kleinen Speicherkarten weg und bietet Eure Kameras lieber entsprechend billiger an, bzw. legt sinnvolles Zubehör bei, wie ein Akkuladegerät oder einen einfachen Card-Reader.
Jede Kamera benötigt zum Abspeichern der Bilder geeignete Speichermedien. Bei den Digitalkameras der ersten Generationen wurde hierzu ein interner Speicher benützt, der dann in den PC ausgelesen wurde.
Moderne Digitalkameras nützen den internen Speicher heute nur noch zum Zwischenspeichern der Bilddaten bis sie dann auf eine Speicherkarte geschrieben werden können. Die Größe des internen Speichers ist maßgeblich für die Anzahl der möglichen Bildfolge verantwortlich. Je höher dieser Speicher ist, desto mehr Bilder können in Folge geschossen werden, bevor sie auf die Speicherkarte geschrieben werden müssen. Je schneller hierbei der Datenbus und die Speicherkarte sind, desto schnellere Bildfolgezeiten können erzielt werden.
Bei den Speicherkarten buhlen die verschiedensten Karten(größen) um die Gunst des Käufers:
- Compact-Flash-Karten (Typ I und II) und Microdrive (Größe entspricht Typ II)
- Secure-Digital-Card / Multimedia-Card
- Memorystick (in seinen diversen Ausführungen)
- Smart-Media-Card
- XD-Picture-Card
Mit Ausnahme des Microdrives (Mini-Festplatte) sind alle anderen Speichermedien Flashspeicher, das heißt Halbleiterlemente, die einen nichtflüchtigen Speicher besitzen und ohne mechanische Teile auskommen.
CF-Card
Ein Großteil aller Digitalkameras und überwiegend alle hochwertigen Kameras setzen dieses Speichermedium ein. Mit seinen Ausmaßen von 42,8 x 36,4 x 3,3 mm (Typ I) bzw. 42,8 x 36,4 x 5 mm (Typ II) gehört die Compact-Flash-Card zu den größten der eingesetzten Speichermedien.
Diese Karte besitzt einen eigenen Controller, weshalb der Einsatz moderner Karten in älteren Kameras meist problemlos funktioniert, sofern das Zählwerk der Kamera mehr als 3 Stellen unterstützt.
Als Besonderheit gibt es spezielle CF-Cards, die einen eigenen USB-Anschluss zur Datenübertragung auf den Rechner mitbringen. Ein spezielles Kartenlesegerät entfällt in diesem Fall.
Als weitere Besonderheit werden auch spezielle "Ultra"-Karten angeboten, die schneller sind als die herkömmlichen CF-Karten. Maßgebend ist hierbei jedoch auch die Geschwindigkeit, mit der die Kamera die Bilddaten verarbeiten und transportieren kann. Was nützt ein Formel 1 – Rennwagen, der mit einem lahmen 3-Gang-Getriebe ausgestattet ist ?
Das Microdrive gleicht seiner Größe her einer CF-Karte des Typs II und kann i.d.R. in den Kameras mit CF-Card-Slot eingesetzt werden.
Dieses Speichermedium ist kein Flashspeicher sondern als Mini-Festplatte konzipiert, wie sie ähnlich auch als normale Laufwerke in PC's zum Einsatz kommen.
Aufgrund ihrer mechanischen Teile sind sie jedoch wesentlich störanfälliger. Da die mechanischen Teile im Betrieb auch Energie in Form von Wärme erzeugen, kann dies unter Umständen auch das Bildrauschen fördern. Moderne Microdrives erzeugen jedoch keine solch hohen Temperaturen mehr, wie noch die ersten Modellreihen.
SD / MMC-Card
Wie bei den CF-Cards Typ I und II sind die Secure-Digital-Card und Multimedia-Card annähernd baugleich und unterscheiden sich in der Größe nur unwesentlich, weshalb sie beide i.d.R. im gleichen Kartenslot betrieben werden können.
Beide Kartentypen kommen vor allem in MP3-Playern, Handys, Handhelds und Ultrakompaktkameras in Einsatz. Beide Karten haben ein Höhe von 32 mm und eine Breite von 24 mm. Während die SD-Card 2,1mm Tiefe aufweist ist die MMC-Card mit 1,4 mm Tiefe wesentlich schlanker.