Als Grundbestandteile dienen:
- destilliertes Wasser (normales Leitungswasser würde zu viel störende Mineralien enthalten)
- Gelatine aus tierischem Collagen (wie Häute, Knochen etc.)
- in Salpetersäure gelöstes Silber (Silbernitrat)
- Halogensalze (wie Natriumchlorid, Kaliumbromid, Kaliumiodid)
Unter intensiver Rührung werden die Grundsubstanzen miteinander vermischt und mit Farbstoffen angereichert. Da die Silberhalegonide eine geringe Löslichkeit haben, kommt es zu einer Übersättigung, die zur Bildung von Mikrokristallen führt. Je länger der "Rührprozess" anhält, desto größer werden diese Mikrokristalle, die dadurch auch lichtempfindlicher werden. Haben die Mikrokristalle ihre gewünschte Größe (Lichtempfindlichkeit) erreicht, werden die einzelnen Farbschichten auf ein Trägermaterial aus Kunststoff gegossen.
Belichtung der Filmemulsionen
Trifft Licht auf die Silberhalegonide der Farbschichten wird eine elektrische Ladung erzeugt, die das Silberhalegonid zu Silber oxidieren lässt. Es entsteht an dieser Stelle ein latentes Bild, das durch die chemische Entwicklung sichtbar gemacht wird und mittels der enthaltenen Farbkuppler ein farbiges Bild entstehen läßt.
An dieser Stelle haben jetzt sicherlich bei allen Elektronikern die Ohren geklingelt. Da die Silberhalegonide eine elektrische Ladung erzeugen können gehören sie zur "Gruppe" der Halbleiter, die wie auch in der digitalen Fotografie für ein Bild sorgen.
So groß sind daher die Unterschiede analog und digital gar nicht, außer dass es in der digitalen Fotografie kein latentes Bild gibt, das erst noch durch einen chemischen Prozess sichtbar gemacht werden muß.
Aufbau Filmmaterial
am Beispiel eines DIA-Filmes
| Schutzschicht | ||
| Blau-empfindliche Schicht (mit Yellow) | ||
| Gelbfilterschicht | ||
| Grün-empfindliche Schicht (mit Magenta) | ||
| Rot-empfindliche Schicht (mit Cyan) | ||
| Trägerschicht |
Filmemulsionen sind in der Regel dreilagig aufgebaut, wobei jede Farbschicht für eine der drei Grundfarben sensibilisiert ist. Jede Farbschicht enthält Silberhalegonide, die auf Belichtung reagieren und die Farben darstellen. Unbelichtete Teile des Filmmaterials werden mit den Farben des sekundären Farbraumes ausgefüllt, die als Farbkuppler in den jeweiligen Schichten enthalten sind. Nach der Belichtung erhält man so im theoretisch optimalen Fall 3 Farbauszüge.
Findet eine Belichtung mit hoher Intensität statt reagieren die Silberhalegonide sehr stark und ergeben in Addition der drei Farbschichten "Weiß". Findet nur eine schwache oder gar keine Belichtung statt, ergibt sich kaum eine Reaktion in den Silberhalegoniden, die praktisch ohne Veränderung durch die chemische Entwicklung entfernt werden. Dafür ergeben nun die in den Farbschichten enthaltenen Farbkuppler in ihrer Addition "Schwarz".
Herstellung der Filmemulsionen
Die genauen Zusammensetzungen und Produktionsverfahren sind natürlich "Top Secret" und stellen das Firmenkapital der führenden Filmhersteller dar. Daher nur ein schematischer Überblick über das Produktionsverfahren.