Vor einigen Jahren hatte ich bereits Experimente mit meiner Pentax LX im Bereich der extremen Makrofotogrfie unternommen. Interessant war für mich daher, wie meine digitale SLR mit extremen Makros klar kommt.
Beim Einsatz normaler Makroobjektive in Verbindung mit Zwischenringen ergibt sich immer das Problem der extrem geringen Schärfentiefe, die sich je nach Vergrößerungsmaßstab in Bereiche unter 1 mm verkleinern kann. Die Münchener Firma Zörk begegnet diesem Problem mit einem Schärfetiefenset, bestehend aus:Sinn und Zweck dieses Lochblendensystem ist es, durch die extrem kleinen Blendenöffnungen eine größere Schärfentiefe zu erreichen. Diese kann bei einem Vergrößerungsfaktor von 10 : 1 durchaus noch 3 mm betragen. Die Bildbeispiele weiter unten zeigen verschiedene Motive die mit diesem Set aufgenommen wurden. Dabei habe ich jeweils Bilder mit dem Vergrößerungsobjektiv alleine bei Blenden 4,5 und 22 sowie mit Lochblenden mit 1 und 2 mm Durchmesser gegenüber gestellt. Wenn auch das von mir eingesetzte Rodenstock-Objektiv bei Blende 22 schon eine recht hohe Tiefenschärfe aufweist, kann man noch eine deutliche Steigerung bei Einsatz der Lochblenden erkennen.
Da bei diesen extremen Vergrößerungen Bildrauschen nicht auszuschließen ist, habe ich die Aufnahmen mit 100 ASA aufgenommen, was trotz Sonnenschein zu zum Teil sehr langen Verschlußzeiten von bis zu 3 Sekunden geführt hat. Die Verwendung eines Stativs ist dabei unumgänglich. Eine weitere Schwierigkeit im Umgang mit diesem Makro-Set besteht darin, daß die Schärfe manuell eingestellt werden muß, ohne Möglichkeit, das Objektiv zur Schärfeeinstellung mit offener Blende zu betreiben. Während die Scharfstellung allein mit dem Objektiv und Arbeitsblende 4,5 oder 22 noch relativ gut zu bewerkstelligen war, dunkelte der Einsatz der Lochblenden das Sucherbild doch extrem ab. Hier wäre ein zusätzliches gerichtetes Einstelllicht sicherlich brauchbar. Für Unterwasserarbeiten muß ich mir noch etwas einfallen lassen. Da man auch recht Nahe an das Motiv ran muß, bleibt kaum Platz ein externes Licht zwischen Objektivport und Motiv auszurichten. Sobald ich eine brauchbare Lösung entwickelt habe, lasse ich es Euch wissen.
Hier die Bildbeispiele:
Nelke Abbildungsmaßstab 10 : 1
Deutlich zu sehen ist die Vergößerung des Schärfentiefenbereichs mit zunehmend kleiner werdenden Blende.
![]() Blende 4,5 |
![]() Blende 22 |
![]() Lochblende 2 mm |
![]() Lochblende 1 mm |











