Automatischer Weißabgleich
automatischer Weißabgleich für eine Farbtemperatur von ca. 3000 bis 7000 Kelvin
Außenaufnahmen bei hellem Tageslicht
Außenaufnahmen bei hellem Tageslicht für eine Farbtemperatur von ca. 5500 Kelvin
Außenaufnahmen bei bewölktem Himmel, in der Dämmerung oder Abends
Außenaufnahmen bei bewölktem Himmel, in der Dämmerung oder Abends für eine Farbtemperatur von ca. 6000 Kelvin
Innenaufnahmen bei Kunstlicht (Glühbirnen)
Innenaufnahmen bei Kunstlicht (Glühbirnen) für eine Farbtemperatur von ca. 3200 Kelvin
Innenaufnahmen bei Kunstlicht (Leuchtstoffröhren weiß)
Innenaufnahmen bei Kunstlicht (Leuchtstoffröhren weiß) für eine Farbtemperatur von ca. 4000 Kelvin
Blitzlichtaufnahmen
Blitzlichtaufnahmen für eine Farbtemperatur von ca. 6000 Kelvin
manueller Weißabgleich

Manueller Weißabgleich

Für eine Farbtemperatur von ca. 2000 bis 10000 Kelvin

Zur Verdeutlichung wie stark sich ein falscher Weißabgleich auswirkt, habe ich verschiedene Farbflächen für den manuellen Weißabgleich herangezogen

Im 19. Jahrhundert kam ein Franzose auf die Idee, nicht mehr mit Leinwand, Pinsel und Farbe zu malen, sondern er wollte das vom Motiv reflektierte Licht dazu nutzen, Gegenstände zu verewigen - mit Licht zu zeichnen. Die Grundidee der Fotografie war geboren.

Belichtungszeiten von mehreren Stunden auf spezielle Asphaltlegierungen und Ätzmittel schafften es tatsächlich das vom Motiv reflektierte Licht in ein Bild umzuwandeln - natürlich nur in Schwarz/weiß.

Später wandelte sich das Aufnahmemedium über beschichtete Glasplatten bis hin zum noch heutigen gebräuchlichen Filmmaterial.

Mit Erfindung des Farbfilms traten ganz neue Probleme auf. Je nach Lichtquelle tendiert das vom Motiv reflektierte Licht von blau über grün bis hin zu einem Rotstich. Schuld daran ist die Wellenlänge des Lichts. Weißes Licht hat dabei einen neutralen Anteil aller Farbanteile des "Regenbogens", Rot wesenlich mehr Farbanteile des langwelligeren Rotanteils (bis >700 nm), Blau Farbanteile die gegen <400 nm tendieren. Alle anderen Farbanteile liegen irgendwo dazwischen. Die Temperatur, die von jeder Lichtquelle ausgeht, wird hierbei in Kelvin gemessen.

Während der Mensch automatisch eine gewisse Farbanpassung vornehmen kann, müssen beim Farbfilm Korrekturen vorgenommen werden, um Farbstiche auszufiltern. Dies kann über speziell sensibilisierte Filme (Tages- oder Kunstlichtfilm) oder mittels spezieller Farbfolien geschehen.

Bei einer digitalen Kamera - womit wir nun beim Thema wären - funktioniert diese Farbanpassung über den s.g. Weißabgleich. Vereinfacht ausgedrückt, wird eine weiße Fläche unter ganz bestimmten Lichtsituationen fotografiert und die Kameraelektronik filtert daraufhin den Farbstich aus der Aufnahme heraus.

Um nicht vor jeder Aufnahme eine solche Prozedur vornehmen zu müssen, besitzen moderne Digitalkameras bereits eine große Anzahl von Voreinstellungen, um jederzeit entsprechend den gegebenen Lichtverhältnissen den richtigen Weißabgleich vornehmen zu können.

Die D60 besitzt 7 solcher Presets (Automatischer Weißabgleich, Außenaufnahmen, bewölkter Himmel, Kunstlicht mit Glühlampen, Kunstlicht mit Leuchtstoffröhren, Blitzlicht und Manueller Weißabgleich).

Die D60 liefert in der Automatikeinstellung bereits sehr ausgewogene, farbneutrale Bilder, weshalb diese Einstellung erste Wahl ist. Sind jedoch große Farbflächen mit "Falschfarben" vorhanden, so kann diese Automatik leicht in die Irre geführt werden und die Kamera versucht nun diese Falschfarben zu eliminieren (z.B. Sonnenuntergang). In solchen Fällen muß der Weißabgleich angepasst werden. Falsche Einstellungen des Weißabgleichs können jedoch ganz schnell zu Falschfarben führen, die jedoch auch gezielt zur künstlerischen Verfremdung eingesetzt werden können.

Um dies zu demonstrieren habe ich in der nachfolgenden Tabelle einmal ein Motiv mit unterschiedlichen Weißabgleicheinstellungen gegenübergestellt.