Die Blitzlichttechnik im Unterwassereinsatz kann man als "Back to the Roots" oder Rückfall in die "blitztechnische Steinzeit" ansehen, da die E-TTL-Belichtungsteuerung der Canon-Kameras anscheinend TOP-Secret ist und so von den Blitzherstellern nicht implementiert werden können. Es ist also wieder manuelles Blitzen angesagt. Hier werde ich mich erst einmal mit dieser Kamera und ihren Eigenarten einarbeiten müssen, bevor die Ergebnisse in Wort und Bild auf diesen Seiten präsentiert werden.
Grundsätzlich fotografiere ich im Canon-eigenen RAW-Format, das mir die Möglichkeit bietet, später am PC die Bilder besser zu optimieren, als dies die Entwickler der Kamerasoftware bereits bei der Aufnahme im JPEG-Format vornehmen. Man kann diese Parameter im Menü der Kamera zwar in gewissem Umfang anpassen, jedoch ist ein Finetuning am Rechner wesentlich effektiver und genauer. Bei der Aufnahme im RAW-Format wird gleichzeitig ein JPEG-Bild integriert, das sich mit der beiliegenden Software leicht extrahieren läßt um so auch die Bilder ohne die Konvertierungssoftware betrachten zu können.
Gespeichert wird auf ein IBM-Microdrive, auf das bei einer Kapazität von 1 GB 141 Bilder im RAW-Format passen, bzw. auf eine 512 MB CF-Card auf das immerhin auch 66 Bilder im RAW-Format passen. Wie war das noch einmal mit der fehlenden Möglichkeit Filme unter Wasser zu wechseln ???
Noch ein paar Worte zu den nachfolgenden Seiten.
Ein Vereinskamerad, der sich auch für diese Kamera interessierte, bat mich ihm mitzuteilen wie diese Kamera so wäre. Wo sollte ich anfangen - wo aufhören ? Außer einem "gute Kamera, tolle Bildqualität" viel mir auf die Schnelle nichts ein, was ich ihm sagen könnte. Ähnlich geht es mir nun, wenn ich versuche meine Erfahrungen mit dieser Kamera auf diesen Seiten niederzuschreiben. Ich habe mich deshalb entschlossen, die Bedienungsanleitung der Kamera zu Hilfe zu nehmen und diese mit meinen bisherigen Erfahrungen und teilweise Bildern anzureichern.
Diese Seiten sollen nicht nur Euch zur Information dienen, sondern auch mir, mich mit dieser Kamera intensiv auseinanderzusetzen.
Der Umstieg von einer antiquierten (wenn auch guten) analogen Kamera auf eine moderne digitale Spiegelreflexkamera ist mir nicht gerade leicht gefallen. Die vielfältigen Funktionen die diese Kamera bietet, erfordert ein genaues Studium des Handbuches und auch dann ist noch vieles in der Bedienung der Kamera Gewohnheitssache.
Ein großer Vorteil den diese Kamera bietet, ist zweifelsfrei die Möglichkeit, die Ergebnisse des Fotoshootings direkt vor Ort zu überprüfen und ggf. Einstellungen verändern zu können um die Aufnahmen zu wiederholen.
Meine digitale Ausrüstung besteht nunmehr aus einer digitalen SLR der Marke Canon "D60" mit einem 15 - 30 mm Weitwinkelzoom-Objektiv und je einem 50 und 105 mm Makroobjektiv von Sigma die in ein UW-Gehäuse der Firma Hugyfot eingebaut werden, sowie einem 28 - 135 Standardzoom von Canon (ausschließlich für den Überwassereinsatz). Vervollständigt wird diese Ausrüstung noch durch das Blitzlichtgerät 420EX von Canon. Aufgrund des gegenüber dem Kleinbildformat kleineren CMOS-Sensors der D60 ergibt sich ein Vergrößerungsfaktor von 1,6, wodurch die Brennweiten 24 - 48 mm, 168 mm und 45 bis 216 mm abgedeckt sind. Leider sind damit Superweitwinkelaufnahmen wie bisher mit meinem 14-er von Sigma nicht mehr drin. Solche Aufnahmen sind zur Zeit nur mit den TOP-Modellen der Kamerahersteller machbar - zu Preisen, die jenseits von Gut und Böse liegen.
Auch wenn die Kunststoffe, die schon seit längerem im Kamerabau verwendet werden, relativ unempfindlich sind, so stellen das Display oben und der Monitor auf der Rückseite des Gehäuses eine Schwachstelle dar. Hier sind mechanische Beschädigungen durch Verkratzen bereits vorprogrammiert. Dem kann man jedoch mit entsprechenden Klarsichtfolien vorbeugen, die z.B. von der Firma Hama hergestellt werden. Wenn diese Folien nach einiger Zeit getauscht werden sollen, lassen sie sich einfach wieder von der Kamera lösen ohne Klebespuren zu hinterlassen.