Die Makroaufnahme wurde mit Zeitautomatik aufgenommen (Blende 45) um eine möglichst große Schärfentiefe zu erreichen. Die Störungen sind hier im direkten Vergleich der einzelnen Filmstreifen zwar sichtbar, würden aber bei fehlendem Vergleich kaum auffallen.
Bei steigenden ISO-Zahlen machen sich die Störungen jedoch auch in einer höheren Dateigröße bemerkbar. So haben die ursprünglich verwendeten RAW-Daten der jeweils 5 Einzelbilder beim Landschaftsbild die Größen von 7,9 MB (100 ISO), 8,1 MB (200 ISO), 8,29 MB (400 ISO), 8,56 MB (800 ISO) und 8,34 MB (1000 ISO) und bei der Makroaufnahme 5,4 MB (100 ISO), 5,62 MB (200 ISO), 6,1 MB (400 ISO), 6,88 MB (800 ISO) und 7,02 MB (1000 ISO). Interessanterweise ist die Datei mit 1000 ISO bei der Landschaftsaufnahme kleiner als die mit 800 ISO.
Sehr deutlich sind die Störungen jedoch bei schwierigen Lichtverhältnissen sichtbar, wie hier bei dieser UW-Aufnahme aus dem Hallenbad (Aufnahme bei 400 ISO)
Entsprechend dem Filmmaterial für Negativ- bzw. DIA-Filme wird auch bei Digitalkameras die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors in ISO angegeben.
Entsprechend dem Filmmaterial nimmt auch bei einer Digitalkamera mit höherer Empfindlichkeit das "Bildkorn" zu. Bei Digitalkameras äußert sich dies in einem höheren Bildrauschen. Hier treten verstärkt farbige Pixel als Störungen auf, die je nach Motiv mehr oder weniger sichtbar sind.
Beide Beispielbilder zeigen von links nach rechts Streifen, die mit einer Belichtung von 100, 200, 400, 800 und 1000 ISO aufgenommen wurden (Beide Bilder liegen in einer Auflösung von 1500 x 1200 px zum Download bereit. Einfach anklicken).
Beim Landschaftsbild (Altflußarm bei Freiberg/Neckar) wurden die Aufnahmen mit Programmautomatik aufgenommen. Hierbei ist insbesondere beim Übergang zwischen 400 und 800 ASA ein deutlicher Anstieg der Störungen im Bereich des Himmels erkennbar. In den feinen Strukturen der Bäume hingegen wirken sich die Störungen kaum aus.

