Mehr Kontraste lassen sich über den Reiter "Base" erzielen. Mit einer leichten S-Kurve lassen sich die Lichter und Tiefen verstärken, wobei die Mitteltöne (Grundhelligkeit dews Bildes) unverändert bleiben. Aber Vorsicht. Zu starke Eingriffe in dieser Kurve lassen das Bild schnell künstlich wirken.

Der Reiter "Color" dient dem Farbmanagement. Hier lassen sich die Eingabe- und Ausgabeprofile definieren. Viele Kameraprofile sind bereits integriert. Eine Liste über die unterstützten Kameras finden sich auf ufraw.sourceforge.net/Cameras.html. Es lassen sich auch ein paar vereinzelte Kamerafarbprofile herunterladen. Wer so fleißig ist und seinen Monitor regelmäßig kalibriert, kann unter Ausgabeprofil das entsprechende Monitorprofil einbinden.

Weitere Farbkorrekturen bietet der Reiter "Corrections". Hier läßt sich sowohl die Sättigung (im vorliegenden Bild nicht nötig) als auch ein automatischer Schwarzpunkt setzen, was noch etwas mehr Kontrast ins Bild bringt. Der Button "auto ajust curve" versucht die Tiefen im Bild etwas anzuheben und die Lichter etwas abzuschwächen um ein ausfressen bzw absaufen der Lichter/Schatten zu verhindern. Der darunter liegende Button stellt den Standard wieder her.

Ein Klick auf den OK-Button unterhalb des Vorschaubildes öffnet das Raw-Bild zur weiteren Verabeitung in Gimp.

Über den Befehl "Datei » öffnen" im Dialog des Gimpfensters öffnen wir das Oldtimerbild im UFRaw Photo Loader. Sollte das Öffnen nicht funktionieren, sollte die Installation des UFRaw-Plugins überprüft werden.

Es erscheint das folgende Bild. Die Karteireiter "WB" bis "Corrections" sollten darauf überprüft werden, ob sie sich in neutraler Anfangsstellung befinden. Wurde bereits ein Raw-Bild über den Photo-Loader bearbeitet, stehen dort immer noch die Parameter der letzten Sitzung und verfälschen die Bilddarstellung des aktuellen Bildes.

Als erstes ist der Weißabgleich zu bestimmen. Neben diversen Voreinstellungen wie "Tageslicht", "Bewölkt", "Blitzlicht" etc kann auch ein manueller Weißabgleich durchgeführt werden. Hierzu ziehen wir mit der Maus ein kleines Rechteck an einer Stelle auf, von der wir annehmen können, daß dort ein reines Weiß vorkommt. In diesem Fall bietet sich das Nummernschild an. Mit einem Klick auf die Pipette im Reiter "WB" wird der Weißabgelich durchgeführt.

Wählt man das Plakat in der linken unteren Ecke alternativ aus, erhält man ein sehr grünstichiges Bild. Ebenso fehlerhaft dürfte sich die manuellen Eingabe der Werte gestalten. Eine gleichzeitige Belichtungskorrektur von ca. - 1/4 Blende läßt das Bild etwas "knackiger" wirken.

Die Änderungen wirken sich dann direkt im Life-Histogramm aus.