Zwischen der dunkelsten Stelle eines Motivs (Schattenbereich) und der hellsten Stelle eines Motivs (Lichter) können oftmals mehrere Blendenstufen (Kontrastumfang) liegen.

Während in analogen Fotozeiten die Negativfilme gut mit hohem Kontrastumfang umgehen konnten, war der Kontrastumfang beim DIA-Material nicht so berauschend.

Zwischenzeitlich haben zwar die Bildsenoren digitaler Kameras vom Kontrastumfang den DIA-Film bereits überholt, kommen aber immer noch nicht an den hohen Kontrastumfang des Negativfilmmaterials heran. Dadurch sind die Bilder im mittleren Helligkeitsbereich zwar gut belichtet, jedoch "fressen" die Lichter aus und die Schatten "laufen zu".

Die Firmware einiger moderner Kameras bieten zwischenzeitlich an, den Kontrastumfang der Bildsensoren zu erhöhen zu (z.B. D-Lightning). Besitzer älterer Kameras bleiben von dieser technischen Weiterentwicklung natürlich ausgeschlossen - aber es gibt eine Möglichkeit doch noch zu Bildern mit einem hohen Kontrastumfang zu kommen, mittels PC und Software. Um ein HDR-Bild erzeugen zu können, werden als Grundlage mehrere Bilder des selben Motivs mit unterschiedlichen Belichtungswerten benötigt:

  • ein Bild belichtet auf die Schattenbereiche
  • ein Bild mit normaler Belichtung
  • ein Bild belichtet auf die Lichter

weitere Zwischenbelichtungen können, müssen aber nicht sein. Um deckungsgleiche Bilder zu erreichen ist die Verwendung eines Stativs geradezu ein muß.

Wer im RAW-Format fotografiert ist wieder einmal besser dran. Hier genügt ein einziges Bild, das im RAW-Konverter mit den verschiedenen Belichtungen digital entwickelt wird. Die Verwendung eines Sativs ist somit also nicht unbedingt erforderlich. Da auch zugelaufene Schattenbereiche immer noch Zeichnung besitzen, ausgefressene Lichter jedoch nicht, sollte der RAW-Fotograf seine Bilder eher etwas knapper belichten, denn bei ausgefressenen Lichtern ist selbst der beste RAW-Konverter machtlos.

Liegen die Bilder dann vor, kann die Arbeit am PC beginnen.