Farbkanäle als Graustufenbilder

Über das Menü Farbe » Komponenten » zerlegen lassen sich die Farbkanäle eines Bildes in Graustufenkanäle zerlegen. Interessant ist die Option Kanäle extrahieren in RGB. Ist die Option "In Ebenen zerlegen" aktiviert erhält man ein Graustufenbild mit 3 Farbkanälen oder aber je Kanal ein Graustufenbild.

Graustufenbild Rotkanal
Graustufenbild Grünkanal
Graustufenbild Blaukanal

Mit dieser Funktion erhält man drei Graustufenbilder mit unterschiedlichen Helligkeits- und Kontrastwerten, die dann mit Gimp weiter optimiert werden können.

Kanalmixer

Die beste und genaueste Methode Graustufenbilder zu erzeugen stellt der Kanalmixer dar, den man unter Farben » Komponenten » Kanalmixer findet.

Wie bereits beim Schärfefilter erwähnt, sollte man das Fenster der Kanalmixerdialogs vergrößern um eine besseres Vorschaubild zu erhalten.

Aktiviert man den Button Monochrom, wird die Ausgabe als Graustufenbild erzeugt. Man erhält wie im vorigen Fall drei graue Farbkanäle mit den unterschiedlichen Helligkeits- und Kontrastwerten. Das Verhältnis der drei Kanäle kann über die Farbregler eingestellt werden, wobei zur Vermeidung von Verfremdungen die Summe aller drei Kanäle als Wert 100 erhalten muß.

Der Schwarz/Weiß-Fotografie, genauer eigentlich den Graustufenbildern, eilt der Ruf der künstlerischen Fotografie voraus. Nicht zu Unrecht, denn diese Bilder haben ihren eigenen Flair und die Reduzierung des Bildinhalts auf Formen und Strukturen lässt die Bildaussage oftmals besser in den Vordergrund treten.

Doch nicht jedes Motiv eignet sich für dieses Genre. Ein wunderschönes Alpenpanorama mit üppig blühender Wiese im Vordergrund ist für ein Graustufenbild weniger geeignet. Eine triste Industrielandschaft schon eher, da man hier die Trostlosigkeit und menschenfeindliche Umgebung unterstreichen kann. Generell wirken Motive, die Strukturen oder Details zeigen oftmals in Graustufen besser als farbig. Eine grundlegende Aussage, welches Motiv sich nun besser für Farbe oder Graustufen eignet, läßt sich nicht treffen. Hier hilft einfach ausprobieren weiter.

Viele Digitalkameras bieten einen Graustufenmodus oder sepia getönte Bilder an, wobei die Kameraelektronik nichts anderes macht, als die Sättigung zu entfernen und eventuell noch einen Braunton ins Bild zu bringen. Aus einem Graustufenbild nachträglich ein Farbbild zu machen ist nicht möglich - der umgekehrte Weg jedoch schon, und das mit weitaus besseren Möglichkeiten, als dies die Kamerasoftware ermöglicht.

Unter Gimp gibt es hierzu verschiedene Möglichkeiten, die in diesem Workshop angesprochen werden.

Plug-ins

Gimp bietet für alle möglichen (und unmöglichen) Arbeitsschritte Plug-ins an. Unter den vielen Plug-ins habe ich das BW-Film Simualtions Plug-in gefunden, das Bilder unter Simulation verschiedener analoger Filmtypen in Graustufenbilder wandelt. Diese Plug-in soll hier aber nicht weiter abgehandelt werden, probiert es einfach selber einmal aus.

Gimp selbst bietet einige Möglichkeiten an um mit Bordmitteln Graustufenbilder zu erzeugen.

In Graustufenmodus konvertieren

Über das Menü Bild » Modus » Graustufen wird dem Bild wie in der Kamera auch, einfach die Sättigung der Farben entzogen. Das geht sehr schnell, allerdings hat man keinen Einfluß auf das Bildergebnis.

Das Bild hat anschließend nur noch einen Graukanal, d.h. Es liegt eine relativ kleine 8-Bit-Bilddatei vor.

Sättigung entfernen

Ähnlich funktioniert es auch unter Farben » Entsättigen ... (bzw. Farbton/Sättigung die Sättigung aus allen Farbtönen entfernen). Es wird lediglich die Farbsättigung entfernt. Im Gegensatz zum ersten Fall liegt jedoch ein 24-Bit-Bild vor, da alle drei Kanäle (mit 8 Bit Farbtiefe) noch vorhanden sind. Trotzdem gibt es keinen Weg mehr zurück zu einem Farbbild.